Eine bezaubernde Entdeckung

Alsterarkaden

Die Arkaden zählen mit zur Nachbrand-Architektur und stammen von Chateauneuf

Ein unerwarteter Fund trat bei den Renovierungsarbeiten in den Alsterarkaden zutage

Am Silvesterabend 1989 war in einem der Geschäfte in den Arkaden ein Brand ausgebrochen, der ein Haus so stark beschädigte, dass es abgerissen werden musste. Die anderen mussten aufwendig restauriert werden. Die Arkaden sind also Nachbrand-Architektur in mehrfachem Sinne.

In der Mellin-Passage wurden beim Entfernen neuerer Farbschichten anmutige Fresken freigelegt, die in ihrer Handschrift stark an die Arbeiten von Alphonse Mucha erinnern. Es wurde diskutiert, ob sie von Mucha stammen könnten; es hieß nein, warum nicht, wurde nicht begründet. Warum soll er nicht die Kartons geliefert haben? Es ist seine Handschrift, und er muss sich zur Ausführung ja nicht in Hamburg aufgehalten haben.

Die roten Bänder umrahmen die zarten Motive mit den Mädchen auf eine kräftige Weise, die schon an die Coca-Cola-Werbung von 1900 erinnert. Während der Dekor auf den Zentralmotiven ganz Jugendstil ist, weisen diese Bänder darüber hinaus.

Wohin, weiß ich auch nicht zu sagen.

Wandmalerei in der Passage von den Alsterarkaden zum Neuen Wall
  Decke der Passage zwischen Alsterarkaden und dem Neuen Wall Wandmalerei in der Passage von den Alsterarkaden zum Neuen Wall