Geringes Angebot in Hamburg und München

Derzeit wird viel in den Medien über den Wohnungsmangel in Hamburg und München berichtet. Tatsächlich hat sich die Anzahl der inserierten Wohnungsangebote innerhalb der letzten drei Jahre in Hamburg und München halbiert (siehe Diagramm).

Der Hamburger Senat versucht dem Wohnungsmangel entgegenzuwirken, aber bisher nur mit mäßigem Erfolg. In den Hamburger Bezirken werden derzeit Wohnungsbaupotenzialflächen gesammelt, die hinsichtlich der zeitlichen Perspektive entweder kurfristig, mittelfristig (bis zu 5 Jahren) oder langfristig (zwischen 5 und 15 Jahren) aktiviert werden könnten. Ob die vorgeschlagenen Flächen jemals wirklich neu bebaut oder verdichtet werden, und ob diese Maßnahme die Wohnmarktsituation verbessern wird, bleibt abzuwarten. Auch die Anzahl der inserierten Einfamilienhausangebote hat sich in Hamburg von 2009 bis 2011 ebenfalls halbiert. Der Wohnungsbaumangel ist dabei nur ein Grund für diese Lage. In Krisenzeiten scheuen viele Privatanbieter den Verkauf ihrer Immobilien - insbesondere jetzt, wenn die weitere Entwicklung des Euros immer noch nebulös erscheint. 

Eine ähnliche Entwicklung wie in Hamburg lässt sich auch in München auf dem Wohnungsmarkt beobachten, wo die Situation noch präkerer ist. Die Anzahl der inserierten Angebote für Einfamilienhäuser (dazu zählen auch DHH und RHH) und Grundstücke ist schon seit Jahren auf ein Minimum (siehe Diagramm). Seit 2009 hat sich nun auch die Anzahl der inserierten Wohnungen halbiert. Dieses hat vor allem eine Auswirkung: die Preise für Immobilien steigen kräftig an, allein von 2010 auf 2011 um ca. 12 %. 

von Alexander Brang